LUCAS – Eine Geschichte aus der Ritterzeit 

LUCAS – Eine Geschichte aus der Ritterzeit 

(Eine Kurzgeschichte von Dieter Kermas)
.

Der herbstliche Frühnebel hatte sich noch nicht aus den engen Gassen des Dorfes verzogen, als Lucas, ein Bündel Schuhe über der Schulter, eilig um die Ecke des väterlichen Hauses bog.

Der Anprall, der folgte, war so heftig, dass die Schuhe zu Boden fielen.

»He Lorentz, bist wohl noch nicht ganz wach«, fuhr er sein Gegenüber an, als er ihn erkannte.

Dieser murmelte etwas Unverständliches und bückte sich, um eine Papprolle aufzuheben, die ihm aus dem Wams gerutscht war.

»Ach ich sehe schon, du bist wieder als Büttel unterwegs und hast es eilig, die Schreiben abzuliefern«, bemerkte Lucas. Sein Freund, Lorentz Friedlein verdiente sich als Briefbote ab und zu damit ein Zubrot.

»Womit du recht hast«, bestätigte Lorentz und wollte, unwirsch über die Verzögerung, eilig seinen Weg fortsetzen. Lucas hielt ihn am Ärmel fest und raunte ihm ins Ohr: »Komm heute Abend zu uns, es ist wichtig«, wobei er eine verschwörerische Miene aufsetzte.

»Ja,ja, wird wohl nicht so brandheiß sein«, murrte Lorentz noch, ehe er davoneilte.

Lucas warf sich die Schuhe wieder über die Schulter und strebte dem nächsten Kunden zu.

Lucas war sich nicht sicher, ob Lorentz käme. Zu seiner Erleichterung klopfte es gegen acht Uhr an der Tür und Lorentz trat ein und begann sofort:

»So, nun erzähle mir bitte, was es so Wichtiges gibt. Meine Frau war schon recht misstrauisch und argwöhnte ich würde dich nur als Ausrede benutzen, um heimlich ins Wirtshaus zu gehen.«

»Kannst du dich an Ostern des letzten Jahr erinnern?«, erkundigte sich Lucas.

»Kann ich«, bestätigte Lorentz.

»Kannst du dich auch noch an das Edelfräulein Karolina von Bodenfeldt erinnern, die mit ihrem Gefolge von ihrer Burg in Ganslingen hier am Umzug teilnahm? Ihr Anblick hat mich von da an nicht mehr losgelassen. Die goldenen Haare die flachsblumenblauen Augen, die …«

Hier unterbrach sein Gegenüber kurz die Schwärmerei und meinte mit leichtem Grinsen »Du meinst ihre strohgelben Haare und die Augen, die so blau wie von unserem Kalb sind?! Ja, ich kann mich erinnern und was willst du mir nun endlich mitteilen?«

Lucas druckste noch einen Moment herum, um dann zu gestehen: »Ich habe mich in sie verliebt und würde ihr gerne schreiben.«

Das urgewaltig ausbrechende Gelächter von Lorentz dröhnte durch das Haus, dass im nächsten Augenblick Lorentz Vater, der Schuhmacher, in der Tür der Wohnstube stand und ratlos die beiden ansah.

»Vater, es ist alles in Ordnung. Wir sind nur guter Dinge.«

Kopfschüttelnd und vor sich hin murmelnd drehte sich sein Vater um und ging zurück in die Werkstatt.

Nachdem  Lorentz wieder zu Atem gekommen war, warnte er Lucas:

»Weißt du denn nicht, dass der Ritter Ott vom Katzenstein seit eh und je das Fräulein Karolina begehrt und ich viele seiner Liebesbriefe an sie überbringen musste? Wie kannst du es überhaupt wagen, als Schustersohn nach dem Edelfräulein zu schielen? Wenn Ritter Ott etwas von deinen Gefühlen ihr gegenüber erführe, dann gnade dir Gott.«

Lucas sah sichtlich betreten ob dieser Warnung zu Boden und sagte dann mit leiser Stimme:

»Warum kann ich nicht lesen und schreiben lernen, wie die vom hohen Adel und wie die Pfaffen? Sind wir nicht genauso viel wert wie sie, um damit unser Leben zu verbessern?

Lange schon nagt diese Ungerechtigkeit an mir. Weißt du Lorentz, mir ist nicht bange vor Ott und aus diesem Grund habe ich eine große Bitte. Du musst mich mit einem der Schreibkundigen vom Gericht oder auch von der Kirche zusammenbringen. Ich denke, ich bin anstellig genug, um das alles zu lernen. Dann kann ich der Dame meines Herzens selber schreiben und, wenn es das Schicksal so will, auch lesen, was sie antwortet.«

Lorentz hatte aufmerksam zugehört. Legte seine Stirn in Falten, sog hörbar die Luft ein und sagte dann: »Ich bin mir fast sicher, dass dich der Teufel reitet. Doch ich will dir die Bitte nicht abschlagen. Mein Schwager, der Johannes, ist Schreiber beim Gericht. Er hat das Lesen und Schreiben bei den Mönchen gelernt. Vielleicht kann ich ihn überreden, es dir beizubringen.«

Lucas atmete sichtlich auf und versprach Lorentz zum Dank seine Schuhe umsonst zu reparieren.

Nach einigem Widerstreben willigte Johannes ein, Lucas zu unterrichten. Sein Lohn hierfür sollten Schuhe, aus feinstem Leder, für sich und seine Frau sein.

Schnell wurde klar, wie gelehrig sich Lucas anstellte. Nach erstaunlich kurzer Zeit konnte er langsam, aber fast fehlerfrei lesen. Das Schreiben hingegen fiel im sichtlich schwerer. Es waren nicht die Buchstaben an sich, die er schreiben sollte, es war vielmehr seine, durch die harte Arbeit ungelenke Hand, die die Buchstaben anfangs leicht krakelig erscheinen ließen. Besonders ärgerlich für seinen Lehrer war es, wenn sich unter der schweren Hand die Feder spreizte und sich ein Tintenklecks auf dem so wertvollem Papier ausbreitete.

Eines Tages war es dann endlich so weit. Johannes erklärte Lucas, seine Ausbildung wäre nun zu Ende und entließ ihn mit allen guten Wünschen.

Anfangs standen seine Eltern seinem Wunsch skeptisch gegenüber, weil sie sich nicht vorstellen konnten, wofür das alles taugen sollte. Eines Tages jedoch brachte ein Bote ein Schreiben vom Gericht, indem es um versäumte Steuern ging. Lucas las das Schreiben, setzte sich hin und schrieb einen Antwortbrief, worin er die Sachlage klarstellte. Das Gericht war zufrieden mit der Erklärung und die Angelegenheit war damit erledigt. Das war der Moment, wo die Eltern erkannten, wie hilfreich seine Ausbildung war.

Am Tag, als Lucas den Brief für seine angebetete Karolina Lorentz zum Überbringen übergab, fühlte er sich einerseits erleichtert, andererseits jedoch recht angespannt und unruhig. Wie würde sie reagieren? Schriebe sie zurück, oder lachte sich das gesamte Hofgesinde schier schief über diesen Tölpel namens Lucas?

Die Tage gingen ins Land und nichts geschah. Mehrfach hatte er Lorentz gefragt, ob er den Brief tatsächlich abgegeben habe. Worauf dieser zum wiederholten Male bestätigte, er habe es einem der Bediensteten mit der dringenden Bitte, es persönlich dem Fräulein Karolina zu übergeben, getan.

Eines Nachts klopfte es heftig an der Tür des Schuhmachers. Lucas tappte schlaftrunken zur Tür und Lorentz stürzte wortlos an ihm vorbei in die Wohnstube.

»Jetzt haben wir die Katastrophe«, begann er atemlos.

»Was für eine Katastrophe?«, fragte Lucas verwirrt.

»Dein geliebtes Burgfräulein hatte nichts Eiligeres zu tun, als deinen Brief ihrem Verehrer, dem Ritter Ott vom Katzenstein zu übersenden. Dieser hat die Zeilen nicht lustig gefunden, ganz im Gegenteil, er hat wütend gebrüllt, welcher Hundsfott sich erfrechte, seine Angebetete so zu beleidigen. Zum Schluss gab er den Befehl, dich gefangen zu nehmen und zur Burg zu bringen. Man würde dich nicht ungestraft davonkommen lassen.

So, nun pack ein paar Sachen ein, verabschiede dich von den Eltern und sieh zu, dass du umgehend über die Grenze kommst.«

Lucas war bleich geworden. Diese Niedertracht hatte er Karolina nicht zugetraut. Er dankte seinem Freund für die Warnung, informierte seine entsetzten Eltern und verließ noch in dieser Nacht das Haus.

Die Häscher, die in aller Frühe am nächsten Tag erschienen, musste unverrichteter Dinge wieder abziehen.

Er lief die ganze Nacht hindurch, ließ zwei Dörfer hinter sich, ehe er erschöpft zu früher Stunde in Ganslingen anlangte. Er war sich bewusst, dass er sich nun unweit der Burg von Karolina von Bodenfeldt befand, vertraute aber auf sein Glück, unentdeckt zu bleiben. Er bewarb sich unter einem falschen Namen in einer Schreibstube und bekam eine kleine Dachkammer im Haus des Bäckers zugewiesen. Er verhielt sich still und unauffällig, nahm  keinen Kontakt zu den Eltern auf, und hoffte, eines Tages zurückkehren zu können.

Hin und wieder saß er abends im Wirtshaus bei einem Bier und hörte den Gästen zu. So auch an diesem Abend, als sich zwei Galgenvögel am Nebentisch breitmachten. Großspurig bestellten sie einen Krug Wein und etwas zu essen. Als der Wirt vorsichtshalber fragte, ob sie auch zahlen könnten, warfen sie eine Handvoll Silbermünzen auf dem Tisch und lachten über das erstaunte Gesicht des Wirtes.

Sie aßen und tranken und nach einer gewissen Zeit tat der Wein seine Wirkung. Ihre erst so leise geführte Unterhaltung wurde lauter, sodass Lucas leicht ihrem Gespräch folgen konnte.

»Bist du auch sicher, dass wir den Brief dem schwarzen Niklas übergeben sollen? Mir graut bereits schon jetzt davor, diesem Galgenschwengel und Mordbrenner zu begegnen.«

Sein Kumpan tat noch einen tiefen Schluck aus dem Becher, rülpste und lallte: »Seit sich die Herren von Katzenstein und von Bodenfeldt nun seit geraumer Zeit in den Haaren liegen, verwundert es mich nicht, dass der Ritter von Bodenfeldt zu solchen Mitteln greift. Es wird gemunkelt, dass ein Spitzel dem Vater von Karolina hintertragen hat, dass Ott vom Katzenstein nur um seinen Machtbereich zu vergrößern, hinter seiner Tochter her wäre. Das hat Ferdinand von Bodenfeldt gar gewaltig ergrimmt und er hat sich bereits nach einem neuen Verehrer für seine Tochter umgesehen. Die ständigen Überfälle auf seine Kaufleute gingen sicher auch auf Otts Kappe. Er würde sich nun den Widersacher kurzerhand vom Halse schaffen.«

Er erhielt keine Antwort mehr von seinem Tischnachbarn, der derweil mit dem Kopf auf der Tischplatte, mit dem Gesicht in einer Weinlache, friedlich schnarchte.

Lucas hatte mit wachsendem Erstaunen dem Gespräch gelauscht. Welchen Brief sollten sie überbringen? Hatten sie ihn bei sich? Wenn durch den Brief Gefahr für Ritter Ott vom Katzenstein bestünde, und ich ihn warnte, dann könnte ich vielleicht der Strafe entgehen, überlegte Lucas.

Der Wein tat nun seine Wirkung bei dem anderen Galgenstrick. Sein Kopf sank ebenfalls auf die Tischplatte und ein Grunzen verriet, dass er zu schlafen begann.

Lucas musterte die Kleidung der beiden. Ja, bei dem Ersten entdeckte er, halb aus dem Wams ragend, eine kleine Papprolle. Sollte darin der Brief sein? Wie zufällig näherte sich Lucas dem Nachbartisch, bückte sich etwas und zog mit äußerster Vorsicht die Rolle ganz heraus, sah sich um und öffnete sie. Schnell überflog er die Zeilen. Tatsächlich der Brief an den schwarzen Niklas war der Auftrag, den Ritter Ott vom Katzenstein zu ermorden. Inzwischen war der Wirt auf die Schläfer aufmerksam geworden und wollte geradewegs zu deren Tisch kommen, als er von einem anderen Gast davon abgehalten wurde. Flink steckte Lucas den Brief in seine Tasche und die leere Rolle  vorsichtig wieder unter das Wams des Schläfers. Zahlte und begab sich in seine Dachkammer.

Am nächsten Morgen machte er sich sofort auf den Weg zur Burg Katzenstein. Obgleich er guten Mutes war, die Strafe erlassen zu bekommen, beschlichen ihn zwischendurch Zweifel.

Vor dem Tor angekommen, wurde er erkannt, ergriffen und vor den Ritter Ott geschleppt.

»Kerl, was erdreistet er sich meiner Angebeteten unsittliche Briefe zu schreiben. Dafür lasse ich ihn in den Turm werfen«, wetterte Ott.

»Bitte auf ein Wort, Euer Hochwohlgeboren«, bat Lucas.

»Es sei, aber erwarte keine Milde«, erlaubte der Ritter gnädig.

Lucas erzählte in kurzen Worten, was er erlauscht hatte und zog zum Beweis das Schreiben mit dem Mordauftrag unter seinem Kittel hervor.

Ott las und seine Miene verfinsterte sich zusehends. Er unterbrach das Lesen und wandte sich an Lucas »Hat er denn den Brief lesen können?«

»Ja, ich bin des Lesens und Schreiben kundig«, erwiderte Lucas bescheiden. Ott las bis zum Ende und grollte:

»Dafür soll Ferdinands Burg brennen«. Dann wandte er sich Lucas zu, musterte ihn streng und verkündete »Er hat mir einen großen Dienst erwiesen. Seine Strafe sei hiermit hinfällig. Hat er noch etwas zu sagen?«

Lucas sah in diesem Moment die Chance, seinem Leben eine andere, bessere Wendung zu geben und begann:

»Hätte ich nicht aus eigenem Antrieb heraus das Lesen und Schreiben gelernt, so hätte ich diesen Brief weder lesen, noch seine Tragweite erkennen können. So bitte ich, mir zu gestatten, eine Schreibstube zu eröffnen, um Leuten meines Strandes das Privileg, lesen und schreiben zu können, beizubringen.«

Darauf setzte unter den Höflingen und den Pfaffen ein Raunen ein.

Als Ott hörte, wie ein Höfling sich darüber mokierte, dass nunmehr Leute des niederen Standes schreiben und lesen lernen sollen und klagte, damit stünde die gottgegebene Ordnung auf dem Kopf, rief er ihn zu sich und befahl:

»Er selbst wird dafür Sorge tragen, dass dem Mann ein ausreichend Zimmer nebst Material zur Verfügung gestellt werde. Zudem sei er verpflichtet, Leuten des niederen Standes, so sie lernen wollen, den Zutritt zur Burg zu gewähren.«

Lucas bedankte sich und versprach sich mit aller Kraft dieser Aufgabe zu widmen.

Daraufhin eilte er zu seinen Eltern, die diese glückliche Wendung kaum glauben konnten.

Sein Vater war so stolz auf seinen Sohn, dass er einen Umtrunk für Lucas Freunde im Wirtshaus ausrichten ließ.

Es sei hier vermerkt, dass die Schreibstube anfangs recht zögerlich von den Leuten angenommen wurde, aber je mehr sie erkannten, welche Vorteile mit dem Lesen und Schreiben verbunden waren, mehrten sich die Anmeldungen. Die so Ausgebildeten fanden nun gut bezahlte Arbeit bei Kaufleuten und größeren Handwerksbetrieben.

Der Erfolg der Schreibschule verbreitete sich rasch, auch über die Grenzen hinaus, und fand Nachahmer im ganzen Land.

©Dieter Kermas

Image:Pixabay.com

———————————————————————————————–——————–——

Dieter Kermas, CaliforniaGermans Author and a true Berliner, turned to writing after he retired from his profession as an engineer. Family and friends urged him to document his many experiences during his childhood in wartime Germany. This made for a collection of various essays which have been published here at CaliforniaGermans. (You can find the stories here on CaliforniaGermans.com by putting “Dieter Kermas” into the Search Box.) Apart from his childhood memories, he is also sharing some of his short stories and poems on CaliforniaGermans. Dieter Kermas, who loves to write, has published his first novel “Kolja. Liebe im Feindesland” in 2016, available on Amazon.com . Some of his work has been included in anthologies.

To get in touch with Dieter Kermas, please send an email with subject line “Dieter Kermas” to californiagermans@gmail.com
———————————————————————————————————————–—-

 

.

 

Advertisements

German Summer Camps 2018 – Deutsche Sommerferien in California

Summer Camps 2018 –

A Little Preview of Some of the Most Popular German Summer Camps in California

“Seriously…!?”, you might say. “We are talking summer camps already?”

Yes, you’ve read correctly! It’s early February and we are giving you the first preview of some of the most popular German summer camps, up and down the California Coast.

Many camps have already started with registration. So get your foot in the door, put your name down and claim your space at your favorite one.


German American School Association (GASA) – 

Our 2018 camp is inviting all 7 to 16-year-olds to our exciting sleep-away camp from June 23 -28. Spend 6 days, 5 nights at the Irvine Ranch Outdoor Education Center in Orange, CA.

This year’s highlight will be the literary work of famous German author Cornelia Funke!  Students will get acquainted with Cornelia Funke’s writings, especially the book “Die wilden Hühner” and write and perform their own play/musical. They will also visit a mine and learn about rocks, minerals, earthquakes, tectonic plates and mining in a fun, hands-on fashion.  Special activities such as zip lining, swimming, 136 ft. water slide and wall climbing will be available during leisure time, and we will have fun activities planned such as nature hikes, dancing, singing, crafting, campfire, baking, sports, games, fishing, etc.  All activities will be conducted in German.  Join us for an adventurous week at Irvine Ranch Outdoor Education Center from June 23rd – June 28th, 2018.  You can find more about the German Immersion Camp on our website www.germanschool4kids.org


German School Campus – Newport Beach

Attention all scientists! GermanSchool Campus in Newport Beach is offering its German immersion STEM Science Camp again.  A week of exploring the oceans, learning about sustainability, recycling, clean air solutions, wind power, and much more starts Monday, July 2nd – Saturday, July 7th (Wednesday 4th of July is off) from 8:30 am to 4:30 pm daily.

We have exciting excursions planned on a pontoon boat to a local Science center in the Newport Bay, and again will enjoy sailing or kayaking on the bay. Campers will build a solar-powered hydro car with us and will learn about the various environments. Children ages 6-17 years old get immersed into hands-on scientific experiments while playfully being introduced to a new culture and language (German). All levels are welcome!  Find out more about the camp on our website www.germanschoolcampus.com


German Pacific School San Diego – San Diego

Ready for 4 weeks of fantastic summer camps? German Pacific School San Diego is in the middle of planning some spectacular weeks for young German learners. Every week with another theme will keep the summer vacation exciting. Mark your calendar: Camp time will be from 25. Juni bis 20. Juli. Please check the school for more detailed information regarding program and location.

More info at www.gpssd.org


WANDERKIND Preschool & Kindergarten – Glendale

WanderKind School in Glendale/Burbank will offer another German Immersion Camp for the youngest German learners. Mark your calendar for four weeks packed with outdoor fun and adventure in June for kids 4-8 years old.  If you have attended last year, you don’t want to miss out on all the fun this year. Reserve your spot today!

More information at  www.wanderkindschool.org/


BAKS – Bay Area Kinderstube Summer Camp –  Berkeley, Northern California

“Wir packen unsere Koffer” is the theme of our 2018 German Immersion Summer Camp for ages 5-13, and one for ages 3-4.  Join us this summer from, July 16 – August 10, as we explore the diversity of the many cities and towns of German-speaking countries. Our camp location will be on the beautiful Berkwood Hedge Campus.

Sign up by April 1st and lock in our Early- Bird Special. For more information check our flyer here or www.kinderstube.org


GASPA Summer Camp in Palo Alto, Northern California

Get ready, get set, Summer! Back by popular demand and new and improved! The German-American School of Palo Alto is pleased to once again a full immersion German language summer camp program from June 25th through July 20th in Menlo Park for ages 3-10.

New this year, you can sign up for individual weeks. Sign up before March 31st to take advantage of early bird pricing. Full program details and pricing and can be found on our website.

More information at www.gaspa-ca.org


GISSV -German International School Silicon Valley

This summer we have 2 different camps going on at two locations.
German language classes are paired with art, music, science, sports, cooking and more!
Mountain View: June 18th -July 13th (Kindergarten to middle school)
San Francisco: June 18th-22nd ( Kindergarten to 3rd grade)
You can sign up for a full-day or half-day camp. Extended care is also offered. More information at www.gissv.org

Innerweaving Immersion Camp – Fairfax (NorCal)

Begining July, Silvia Schroeder will hold another Innerweaving camp. The camp offers a combination of indoor/outdoor creative fun. “Throughout the camp we will talk German and introduce language based on nature and craft activities.” Family members are invited to celebrate their children’s powerful Nature-Earthcraft accomplishments on the final day.

Dates are not finalized yet. For more information please contact:  Silvia Schroeder at coaching@innerweaving.com  

.
Image: Pixabay.com
———————————————————————————
.

Back At the Happiest Place on Earth

IMG_6320

BACK AT THE HAPPIEST PLACE ON EARTH

Since June of 2017, I have been counting down the months, weeks, and days to one particular event happening on February 1st: a trip to Disneyland.  Yes, you read that right, I bought my ticket back in June to go to an event the following year.  But it was for a very good reason.

The tickets were half off, and it was a special event sponsored by California State University Fullerton.  In very humble fashion, the school decided to celebrate its 60th anniversary at the theme park, and invited all its students along. Way to celebrate a birthday!

img_6323.jpg

Of course my college friends and I didn’t want to miss this, and so we set our alarms to midnight on June 1st, when tickets went on sale.  Luckily, all four of us were able to score a ticket before the event sold out.

Fast forward to February 1st, 2018, ten years after my last trip to Disneyland.  The last time I have been to this magical place was Thanksgiving 2008 with my back-then host family and one of my best friends.

I know it sounds very cliché, but when my friends and I stepped foot into the theme park it felt like entering a different world.  Perfectly arranged flowers in the shape of Mickey Mouse greeted us and I instantly felt like a little kid full of excitement and happiness.

img_6319.jpg

We made our way towards the famous Main Street, and walked along the many cute little shops located around the area until we reached the Disneyland castle.  Of course we couldn’t pass up on not taking any pictures in front of it.  This turned out to be quite difficult though, with hundreds of park visitors trying to accomplish the same.

After a few tries we gave up and decided to have some fun by going on one of the many rides.  We headed straight to the Matterhorn attraction, which I remember being the favorite of my host kids back in the days.  It was quite a fun ride, even though I didn’t dare to look anywhere else than at my friend sitting in front of me due to my fear of heights.

After conquering the Matterhorn, we took a slower pace and headed towards a different area of the park.  I am sure many of you have probably visited Disneyland before and know that the park is divided in several different areas, such as Adventureland, Tomorrowland, and Frontierland.

The park has attractions for every age group, from the very little guests to us adults.  Even if you are not the rollercoaster type like me, there are still plenty of other fun things to do and explore, plus the park offers many great food options.  I could have just eaten my way through and would have been busy all night long.

The only fact that kept me from doing so was that most of the restaurants closed after nine p.m., when the day pass visitors had to leave the park.  That turned out to be a challenge for me since I am a vegetarian, and so my other vegetarian friend and I went on a quest to find something good to eat.

I eventually ended up with a vegetarian Gumbo in a bread bowl (yum).   Besides this tasty dinner dish, we also indulged in Mickey Mouse shaped macaroons and beignets (so so good!).

IMG_6322

After we finished eating, we intended to walk over to Tomorrowland. On our way over, we suddenly heard loud music coming from the Sleeping Beauty Castle, accompanied by a laser show in the colors of the rainbow.

As we walked closer, we saw a group of people dancing in front of the castle while a DJ was playing popular club music tracks.  Yup, my school sure knows how to throw a birthday bash.

IMG_6368

We danced a little (well, actually it was mostly me) before we continued our way to Tomorrowland, where we visited the Star Tours attraction, a 3D ride through space. For the rest of the night, we went from ride to ride until closing time at 1 a.m.  Luckily, we never had to wait long in line.

I am not sure how long it will take me this time till I am going to visit Disneyland again.  I am hoping not another 10 years, but since I just saw today in the news that the park raised its admission prices again, I think I will pass until my school decides to celebrate its birthday there again.

IMG_6338

Images: Anne-Kathrin Schulte

———————————————————————————————–——————
Anne-KathrinAnne-Kathrin Schulte is a contributor for CaliforniaGermans.com. She writes about her personal experience of the American Dream as well as on working as an au pair in CA. She was born and grew up in Düsseldorf, Germany, where she completed her degree as a state-approved Kindergarten teacher. After her au pair engagement in the US and a quick return to Germany, she decided to attend university in California and moved back to the United States. She has been living in Southern California since 2011.

If you would like to contact Anne-Kathrin, please send an email to californiagermans(at)gmail.com and place her name in the subject line.

———————————————————————————————–————–———-

.

It’s Carnival Season. Find your ‘Faschings’ Party in California

It’s the month of the fools! It’s Carnival!

Germany and beyond is in Carnival Fever. No, not to worry, it’s not a dangerous virus causing this outbreak. Though, it can be contagious!

Dancing, masquerades, and political satire are high in season. No-one is safe in this public outbreak of having-a-fun-time. Most of the bigger cities in German-speaking countries have big events planned for the next couple of weeks. Even smaller communities know how to pay proper tribute to ‘Fasching’.

Kids are looking forward to Carnival all year-long. It’s their time to be Spiderman or a queen for the day, and dress up as their favorite character. In fact, until Halloween had conquered Germany, Fasching somewhat resembled Halloween “German style”, at least in respect to wearing costumes.

And then, February 14th comes, and it’s all over! At least this year…

All the fun is suddenly over on February 14th this year! However, not because of Valentine’s Day. 🙂  This year, 2018, Valentine’s Day and Ash Wednesday share the same date and Ash Wednesday rings in the Season of Lent. For many Christians around the world, Lent is a time of fasting in preparation for Easter. Carnival is over until next year!

So party your heart out, before it’s too late! To help you find a suitable event we have listed a few that were mentioned to us:

Fasching for Children:

GermanSchoolCampus – Newport Beach:
February 10 Carnival Party at German School Campus for young and old from 4pm – 6pm (Free Event)

German American School Association (GASA) at the PhoenixClub – Anaheim
February 11th – Kinderkarneval with Youth Dance Group. Event in the Ball Room at 1pm, (Free Event)

Tivoli Rainbow Garden Preschool – Los Angeles:
February 11th – Fasching At the WirtshausLA, 345 N La Brea Avenue , 3pm-6pm

Karneval for Adults:

Phoenix Club – Anaheim (SoCal)
February 10th – Karneval – Auf der Reeperbahn with Edmonton Blauen Funken, 7:00 pm . Admission: $5/person

Karneval/Mardi Gras/Fasching Costume Ball in Marin County (NorCal)
February 10th -Hosted by Hermann Sons Petaluma Lodge, 860 Western Avenue, Petaluma .Doors open 6:00 p.m., Dancing 7:00 p.m. Admission: $25/person

Image: Pixabay.com


 

.

‘Winterende’ – Ein Gedicht

Winterende

(Ein Gedicht von Dieter Kermas)
.

Neulich hat mich das erschreckt,
was Winterkleidung sonst verdeckt.
Körper, die weißen Maden gleichen,
liegen als blasse Winterleichen
in Bädern und an vielen Teichen.
Der Winterspeck ist gut geraten.
Hier liegt man, um ihn auszubraten.
´Ne Wabbelwampe schwappt vorbei.
Drin sind Bierchen, mehr als drei.
Die Milch wird wieder luftgekühlt,
was nett aussieht und gut anfühlt.
Ist der Mensch dann durchgestylt
wird er vom Winter rasch ereilt.
Und was er mühsam hat erreicht,
der dicken Winterkleidung weicht.
Der Körper wird nun eingesackt
und im Frühling ausgepackt.

©Dieter Kermas

Image: Pixabay.com

———————————————————————————————–——————–——

Dieter Kermas, CaliforniaGermans Author and a true Berliner, turned to writing after he retired from his profession as an engineer. Family and friends urged him to document his many experiences during his childhood in wartime Germany. This made for a collection of various essays which have been published here at CaliforniaGermans. (You can find the stories here on CaliforniaGermans.com by putting “Dieter Kermas” into the Search Box.) Apart from his childhood memories, he is also sharing some of his short stories and poems on CaliforniaGermans. Dieter Kermas, who loves to write, has published his first novel “Kolja. Liebe im Feindesland” in 2016, available on Amazon.com . Some of his work has been included in anthologies.

To get in touch with Dieter Kermas, please send an email with subject line “Dieter Kermas” to californiagermans@gmail.com
———————————————————————————————————————–—-