Author Archives: Cornelia

Winteranfang (Ein Gedicht)

Winteranfang

(Ein Gedicht von Julia Eichberger)

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Weißer Vorhang legt sich nieder,

deckt das blasse Grün nun ab.

Kälte kehrt zurück bald wieder.

Eiskristall fällt leis‘ hinab.

 .

Fleißig flöten Kinder Lieder

vom Flockentanz und Schneegesang.

Lang verblüht ist schon der Flieder,

verstummt der laute Sommerklang.

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©Julia Eichberger

Image: Pixabay.com

 

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Julia Eichberger,  was born 1987 in Stralsund as the oldest kid out of three and lives now in Brandenburg near Berlin with husband and daughter.  She has enjoyed writing since her childhood. In 2012 her first poem was published by a small publishing house (https://www.sperlingverlag.de/). Several poems followed.

A trained banker, Julia is currently working for an insurance company, but since writing is a passion of hers, she still finds time to write short stories and poems.

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Dieter Kermas und sein neuer Roman “Kolja: Liebe im Feindesland”. Ein Interview.

Viele von uns erinnern sich noch an die ergreifenden Geschichten, die uns Dieter Kermas aus seiner Kindheit während des Krieges erzählte. Nach seinen Kindheitserinnerungen, die in Segmenten auf CaliforniaGermans in 2013 veröffentlicht wurden, erfreute uns Dieter Kermas an vielen Wochenenden mit seinen lustigen, manchmal auch nachdenklich stimmenden Kurzgeschichten und Gedichten.

Fans von Dieter Kermas können sich nun freuen, denn er hat seinen ersten Roman veröffentlicht!

Kolja: Liebe im Feindesland” von Dieter Kermas ist auf Amazon erhältlich.

Der wunderbar einfühlsam und spannend geschriebene Roman handelt von zwei jungen Leuten, Kolja, einem Russen und Lotte, einer jungen Berlinerin. Anstatt Feinde zu sein, verlieben sie sich ineinander. Der Liebe ist kein langes Glück gegönnt. Bei Ende des Krieges wird Kolja nach Russland zurückberufen und ein Wiedersehen scheint in unerreichbare Ferne gerückt zu sein.

Erst viele Jahre später nach dem Untergang der UdSSR ergibt sich die Möglichkeit zu einer Wiedervereinigung, die allerdings einen unerwarteten Vorfall mit sich bringt.

Ein Interview mit Dieter Kermas zu seinem Roman – Kolja: Liebe im Feindesland

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CaliforniaGermans: Dieter, wie kommt es, dass die Hauptfigur Ihres ersten Buches kein Deutscher ist, sondern ein Soldat, der sich sozusagen hinter feindlichen Linien befindet, aus deutscher Sicht gesehen?

Dieter Kermas:  Das Thema verlangte danach, sich mit dem Charakter des „Feindes“ zu befassen. Ich las deshalb Originalberichte ( d.h. die Übersetzungen) über russische Soldatenschicksale.

CG: Ende des Zweiten Weltkrieges waren Sie noch sehr jung und konnten Kolja’s Erfahrungen selbst nicht gemacht haben. Was hat sie zu den Figuren Kolja, dem jungen russischen Soldat, und Lotte, der jungen Berlinerin, inspiriert? Gibt es da autobiografische Elemente?

Dieter K. : Die Kriegsereignisse von 1939 bis 1945 habe ich recherchiert. Die Zeit des „Kalten Krieges“ habe ich allerdings selbst miterlebt und konnte für diese Zeit eigene Erfahrungen einfließen lassen.

Was autobiografische Elemente angeht… Für längere Zeit hatte ich eine enge Freundschaft mit einer russischen Studentin. Hier waren die Rollen jedoch vertauscht. Sie in Moskau, ich in Berlin.

CG: Was sehen Sie als die Quintessenz Ihres Buches?

Dieter K.: Es sollte nach den schrecklichen Ereignissen des WWII, eine Brücke zwischen Deutschland und Russland entstehen. Dazu eignete sich das Schicksal von zwei Liebenden.

Selbst die stärkste Liebe kann durch die unterschiedlichen Ideologien zweier Staaten scheitern.

CG: Erzählen Sie uns ein wenig über Ihren Schreibprozess . Wann haben Sie mit dem Schreiben Ihres Romans begonnen? Wann konnten Sie das vollendete Werk in Händen halten? Mussten Sie viel recherchieren?

Dieter K: Die Idee, die Liebe zweier Menschen in unterschiedlichen Lebenssituationen zu schildern, hatte ich bereits 2004. Der Auslöser hierfür war meine Freundschaft mit einer Russin, die ich bereits erwähnte. Handschriftlich hatte ich die Handlung bis Ende 2005 skizziert. Der Entwurf blieb allerdings bis 2012 unbearbeitet liegen! Ein Freund veranlasste mich letztendlich 2013 weiterzuschreiben. 

Die Recherchen über die Orte und Jahreszahlen der Kampfhandlungen zogen sich bis 2014 hin. Die Örtlichkeiten in Moskau hingegen kannte ich aus eigener Erfahrung. 2015 folgte dann noch eine Überarbeitung, sodass das Buch 2016 in Druck gehen konnte. Es war ein ausgesprochen tolles Gefühl mein erstes Buch in Händen zu halten.

CG: Was hat sich während des Schreibens von “Kolja” als schwierigeres Unterfangen herausgestellt?

Dieter K.: Gute Frage. Den Verlauf der Kämpfe zeitlich und örtlich korrekt zu schreiben, war tatsächlich nicht so einfach. Auch Koljas und Lottes Gefühle in dieser gefährlichen Zeit zu beschreiben, war eine delikate wenn auch reizvolle Herausforderung.

CG: Was hat Ihnen am meisten Spass macht, als Sie den Roman schrieben?

Dieter K. : Beim Schreiben erinnerte ich mich an viele schöne Erlebnisse, die ich vor vielen Jahren in Russland hatte.

CA: Sie sind ursprünglich Ingenieur, was oft als ein eher ‘trockener’ Beruf bezeichnet wird. Wie kamen Sie zum Schreiben? War das schon immer ein Teil von Ihnen?

Dieter K.: Der trockene Beruf war für den Broterwerb und ließ leider keine Zeit zum Schreiben zu. Zum Schreiben kam ich tatsächlich erst nach Berufsende.

In gemütlicher Runde mit Kollegen, oder Freunden, hatte ich immer lustige Geschichten aus meiner Kindheit, Reiseerlebnisse, oder auch Eindrücke von der Flucht erzählt. „Schreib doch die Geschichten auf!“, forderten sie mich immer wieder auf. Das war der Auslöser, mit dem Schreiben zu beginnen.

Anfangs waren es nur Kurzgeschichten und Gedichte, ehe ich mich an einen Roman wagte.

CA: Haben Sie ein Lieblingsbuch? Vielleicht ein Buch, das Sie zum Schreiben Ihres Romans anregte?

Dieter K.: Nein, es gab kein spezielles Buch, das mich zum Schreiben des Romans inspirierte. Mir fällt auch kein Lieblingsbuch ein, aber ich lese zum Beispiel gerne die Werke von Anton Tschechow, Edgar Allan Poe, Puschkin und Hemingway.

Meine Lieblingsbücher in der Kindheit waren die Indianergeschichten von Karl May, das Dschungelbuch von R. Kipling und die Reisegeschichten von Sven Hedin.

CG: Was bedeutet Schreiben für Sie? Ist es Entspannung pur oder eher kathartisch? Was reizt Sie, zur ‘Feder’ zu greifen?

Dieter K.: Es reizt mich aus der Fantasie heraus, Personen und Situationen in Geschichten einzubinden. Außerdem ist Schreiben entspannend und je nach Genre aufregend zugleich. Seelische Probleme muss ich damit nicht verarbeiten, dazu bin ich zu ausgeglichen.

CG: Schreiben Sie jeden Tag?

Dieter K.: Jeden Tag zu schreiben halte ich nicht für so zwingend notwendig, es sei denn es ist beruflich erforderlich. Wenn ein Teil der Handlung im Kopf fertig ist, kann es sein, dass ich mehrere Tage hintereinander diese zu Papier bringe. Es sollte Spaß machen und unter keinem Zeitdruck stehen.

CG: Was können wir als Nächstes von Dieter Kermas erwarten?

Dieter K.: Also, ich schreibe an einem neuen Roman. Der Handlungsablauf ist bereits fertig. Jetzt geht es an die Details. Er soll 2018 gedruckt werden.

CG: Dürfen wir wissen, in welche thematische Richtung Ihr neuer Roman gehen wird?

Dieter K.: Natürlich! Der zweite Roman sollte ursprünglich ein Abenteuerroman werden, so einer wie ich ihn in meiner Jugend gerne gelesen habe. Während der Ausarbeitung des Plots, kam ich aus heiterem Himmel auf die Idee, ein UFO auftauchen zu lassen. Danach drehte sich der Roman komplett in eine Scifi- Geschichte. Das erforderte nun ausgedehnte Recherchen über dieses Thema. Je länger ich an der Geschichte schrieb, desto mehr Spaß machte sie mir.

Hier ein kleiner ‘Teaser’: Der Roman beginnt auf einer Insel im  Pazifik. Der Hauptteil der Handlung spielt sich in einer deutschen Hafenstadt ab. Darüber hinaus werden einige Szenen in anderen Teilen der Welt geschildert. Zeit: 20. Jahrhundert. Thema: Die Menschheit steht am Abgrund ihrer Existenz.

CG: Dieter, wir danken Ihnen ganz herzlich für das Gespräch und wünschen Ihnen viel Erfolg mit ‘Kolja’, sowie viel Spass beim Schreiben Ihres neuen Romans!

Kolja – Liebe im Feindesland von Dieter Kermas ist bei Amazon sowie bei anderen Anbietern vorerst nur in deutsch erhältlich:

https://www.amazon.de/Kolja-Liebe-Feindesland-Dieter-Kermas-ebook/dp/B01M9A95NM

 

Image: ©Dieter Kermas


Celebrating Saint Nicholas Day. How did you behave all year?

Today is Saint Nicholas Day (Sankt Nikolaus). How did you behave all year? He will know!

Perhaps you were good and could start out your day already with a full boot full of treats. Or you are still waiting until tonight when Saint Nicholas himself comes by and pays you a visit.

Many German families celebrate this beloved tradition the way that they have their children put out a boot overnight from the 5th to the 6th of December so that Saint Nicholas could fill it with oranges, nuts, chocolates, and even small toys. This would, of course, happen only if the child had behaved well all year. Surprisingly, they always had!

In some families, like mine, Saint Nicholas would actually come by in the evening of the 6th of December. Every year it was a big affair. We had friends with their children over to await the honored guest. O my, was I nervous as a young child!

Around 6 pm we would hear little bells and heavy footsteps crunching through the snow towards our patio door looking out onto the black pitch garden. And there he suddenly was! Standing in front of our patio glass door knocking with his white-gloved hand. Saint Nicholas!

All of us kids would huddle together, while my dad would open the door and beckon the honored guest in. Every year we were awed just the same!

Saint Nicholas and his Golden Book of Truth

Saint Nicholas entered our living room. Dressed in a bishop’s robe with a red cape and a Mitra he had a heavy burlap sacket over one shoulder and a huge golden book clasped underneath his other arm that was also holding a golden staff.  After we all had greeted him he took a quick glance at the half circle of children asking one of us to come forward to hold his precious crozier. We were all excitedly terrified and intimidated at what to expect next.

He sighed and slowly leafed through his golden book when suddenly stopping at one page, he announced a name and looked at us children with questioning eyes. The one, who had been named, timidly stepped forward and Saint Nicholas looked at him or her with a friendly look and exclaimed in a deep voice: “Now, let’s see what my little angels have written about you over the past year.”

He started reading out of his big golden book all, that he or she had achieved over the year, and what the parents were so proud of. Saint Nicholas would approve with little nods here and there or even utter some words of admiration.

With gleaming faces, we listened to his every word wishing just that the end would not be too embarrassing since everyone else was listening. We were aware that most likely, not everything had been perfect over the year and knew that Saint Nicholas would close by mentioning something we could thrive for and do better in the following year.

Every child had finally been addressed and received a little burlap sacket filled with treats, that Saint Nicholas retrieved from his big one. But this wasn’t the end. No!

Now it was time for entertainment! The parents would ask Saint Nicholas to take a seat and enjoy a glass of red wine while he would listen to our, the children’s presentations. Relieved, we children moved to this more relaxed part and recited our poems, played holiday music on our flutes and the piano.

After a short social time with Saint Nicholas, we finally accompanied him back out to the garden where he vanished into the dark, leaving us with the noise of the crunching footsteps in the snow and the jingling of bells in the air.

Exhilarated we ran back inside the house to indulge in unpacking our presents at last.

 

Image: Title image ©CaliforniaGermans , Pixabay.com


Happy First of December! Countdown to Christmas has officially started!

The story of the Advent Calendar

Germans love Christmas. In fact, for Germans, it’s the most important holiday of the year!

Many traditions help us Germans prepare for and enjoy the Christmas season to the fullest, like Saint Nicholas Day on Dec 6th or the four Sundays of Advent, Christmas cookies and much more.

One tradition, however, stands out since it is equally loved by children and adults. The Advent Calendar!

Who doesn’t like a countdown to a highly anticipated event?

Apparently many don’t want to miss it. In places all around the world, one can now find these magic Advent Calendars that hide chocolates or little toys behind their secret doors. Even beer calendars are available or calendars filled with a variety of liquor filled chocolates. The possibilities seem endless…

In the old days, just a beautiful little picture behind a door would make kids happy. Today some Advent Calendars made it even online, published by companies that discovered it as another tool to engage customers.

The first Advent Calendar originated in Germany in 1904 when Gerhard Lang published a simple one as an insert in a newspaper in Stuttgart. It was a raving success! So Lang decided to print a new one every year. The designs became more and more elaborate from calendars that worked like a dial to calendar houses filled with chocolates to even a calendar in Braille for the blind.

But how did he get the idea to make a calendar that would count down the days to Christmas in the first place?

The idea of counting down to Christmas Eve already existed in different ways. Some families used to mark the days to Christmas with chalk on their doors, in other families children were putting one piece of hay every day into a manger in which Baby Jesus would be laid on Christmas Eve.

Gerhard Lange’s mother however handcrafted a calendar for his then little son that would be filled with a little meringue for every day in December leading up to Christmas Eve. That caused a lasting impression and, as an adult, inspired Gerhard Lange to expand on his mother’s idea of an Advent Calendar.

The ‘modern’ Advent Calendar was born and started out to conquer the world in all kinds of variations!

Wir wünschen eine schöne Vorweihnachtszeit!  

Happy Holiday Season!

Images: Pixabay.com


Xmas Baking Recipe: Christmas Rum Cake à la Merrill Lyew Emanuel

Christmas Rum Cake

This is the recipe for a delicious rum cake that our CaliforniaGermans contributor Merrill grew up with. It’s a treasured recipe from his mother, who used to make many smaller cakes from this recipe instead of one big one. It stayed a tradition for him and his family and every holiday season they are the delight of everyone in his family.

Enjoy!

LIST OF INGREDIENTS:

1. 1/2 Pound Cake Fluor
2. 1/2 Pound Sugar
3. 1/2 Pound Butter
4. 5 Eggs Separate the yolks from the egg white
5. 1/2 Cup Evaporated milk
6. 2 Tea Spoon Baking Powder
7. 1 Tea Spoon Vanilla
8. 1/8 Tea Spoon Salt
9. 3 Table Spoon Burned Sugar (see procedure)
10. 3 Table Spoon Raisins and cut Prunes soaked in Rum for several weeks
11. 1/3 Cup Chopped Walnuts
12. 1/4 Cup Red Cherries cut into Halves
13. 1/4 Cup Green Cherries cut into Halves
14. 1/3 Cup Dark Beer
15. 1/8 Tea Spoon Grinded Nutmeg
16. 2 Table Spoon Orange Juice
17. 1 Orange Skin Grated orange peel

PROCEDURE:

STEP #1: Burn the 3 tablespoons sugar to a dark syrup then add 1 tablespoon of water, keep to a thick consistency. Let it cool down.

STEP #2: Mix butter with sugar, add dark syrup from STEP #1, grated orange peel, vanilla, nutmeg, orange juice. Add egg yolks one at a time. Add evaporated milk little by little.

STEP #3: Strain flour, baking powder, and salt together in separate bowl and add to the batter.

STEP #4: Add the cherries, prunes, chopped walnuts.

STEP #5: Whip the egg white apart and add to the batter at low speed. Add the dark beer.

STEP #6: Pour into a buttered 9-inch mold.

STEP #7: Bake at 350 ° F for around one hour

Bon Appétit!

Image: Pixabay.com
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Merrill Lyew EmanuelAs a recent retiree, Merrill Lyew Emanuel now has time for his old and new hobbies. Within his hobbies are writing fan fiction in German, solving chess puzzles, repairing things at home that are not broken, doing a little bit of social media, reading every and anything that looks like a book, traveling a little, and taking snapshots with his mirrorless camera.

Having lived in Germany, Costa Rica and the USA, he is fluent in the languages of these countries. As a professional geographer he traveled profusely throughout Latin America. He is living in Southern California for over thirty years. Find more of his work at http://www.merrillius.net


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